Schon seit Ende der 60er Jahre feiern Schwule und Lesben einmal jährlich auf der ganzen Welt die großen Paraden - die Christopher Street Days. Was als politische Demonstration begann, ist heute deutlich mehr als das. Ganze Generation an Gays und Lesbians pilgern im Sommer von Stadt zu Stadt, um möglichst keinen CSD zu verpassen. Politische Statements, Zeit mit Freunden verbringen, feiern oder einfach nur das Bühnenprogramm unter Gleichgesinnten zu genießen. Die Möglichkeiten sind groß.

Wenn der Christopher Street Day stattfindet, sind die Straßen weiträumig abgesperrt, denn ein großer Zug aus Paradewagen, Tänzern und Musikern geht durch die Stadt. Die Teilnehmer der Parade sind in schillernde Kostüme gekleidet oder sind einfach normal gekleidet zu sehen. Damit wird auf die Gemeinde der LGBTI, der Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender/Transsexual and Intersexed People, aufmerksam gemacht und für die Rechte der Homosexuellen demonstriert. Mehr Freiheiten, wie das Heiraten unter Gay und Lesbian oder die Adoption von Kindern sind immer noch in vielen Ländern verboten

Außerdem ist der CSD eine gute Gelegenheit, um sich auszutauschen, Homosexuelle aus aller Welt kennen zu lernen und einfach eine ausgelassene Party mitzufeiern. Wer immer noch mit Vorurteilen zu kämpfen hat, der wird auf der CSD Parade sehen, dass dies genauso Menschen sind, wie jeder andere auch und man mit ihnen viel Spaß haben kann. Auch homosexuelle Transgender und Drag-Queens tragen die Gay Pride zur Schau. Eindrucksvoll ist auch die Organisation und der Aufwand, welche in die CSD Parade gesteckt werden. So können Mitglieder der LGBTI ihr Motto "Pride and homosexuell" zelebrieren, ohne Vorurteile fürchten zu müssen.