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Über Verona
Den Verona Pride organisiert ein lokales Pride-Komitee gemeinsam mit queeren Vereinen der Stadt. Unter Bürgermeister Damiano Tommasi bekam die Demonstration erstmals die offizielle Schirmherrschaft der Stadt, und Jacopo Buffolo, Stadtrat für Chancengleichheit, stellte das Programm selbst vor. Bei dieser Ausgabe sammelte sich der Zug an der Piazza XVI Ottobre, lief über den Ponte Navi, die Piazza Bra und den Corso Porta Nuova und endete am Bastione San Bernardino, wo am Abend das Mura Pride Fest stattfand. Die Reden wurden in italienische Gebärdensprache übersetzt, und es gab ruhige Zonen ohne Fotografen.
Eine spätere Ausgabe lief im September unter dem Namen Tumulto Pride. Getragen wurde sie von der neu gegründeten Rete Rainbow Verona, einem Zusammenschluss aus Vereinen, Kollektiven und lokalen Gruppen. Das Motto verband queere Anliegen mit Antirassismus, Arbeitsrechten und Antifaschismus.
Die Stadt hat in queeren Fragen einen konservativen Ruf. Mitte der Neunzigerjahre verabschiedete der Stadtrat die Mozione 366, die Homosexualität als „contro natura“ bezeichnete. Aufgehoben wurde sie erst Jahrzehnte später unter Tommasi. Auch der World Congress of Families, ein internationales Treffen christlich-konservativer Familienverbände, tagte in Verona.
Zu den ältesten queeren Vereinen der Stadt gehören der Circolo Pink und Arcigay Pianeta Milk. Der Circolo Pink richtete schon früh eine landesweite Demonstration in Verona aus und baute später einen Beratungsdienst für trans Personen auf.
In Italien gibt es für gleichgeschlechtliche Paare die eingetragene Lebenspartnerschaft (unione civile). Die Ehe und die gemeinsame Adoption bleiben ihnen verschlossen. Ein ausdrückliches Gesetz gegen homo- und transfeindliche Hassdelikte gibt es bisher nicht.
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