Termin 2027
Der Termin steht noch nicht fest. Voraussichtlich August 2027
Sobald der Termin bestätigt ist, findest du ihn hier. Du kennst ihn schon? Dann melde ihn uns.
Hotels rund um Husum
Auf die Karte tippen für Preise und freie Zimmer.
Über den CSD Husum
Husum liegt an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins, bekannt als Theodor Storms Geburtsstadt und als Hafenstadt mit Ebbe und Flut vor der Tür. Seit einigen Jahren gehört die Stadt auch zum Kalender der Pride-Saison im Land.
Getragen wird die Veranstaltung von queeren Initiativen aus der Region, die sich in einer Gegend engagieren, in der es anders als in Kiel oder Hamburg keine etablierte queere Infrastruktur gibt. Der Demonstrationszug führt durch die Innenstadt und macht damit sichtbar, was auf dem Land sonst oft unsichtbar bleibt.
Ein Rahmenprogramm mit Ständen, Musik und Redebeiträgen begleitet den Demonstrationszug üblicherweise, die genaue Ausgestaltung wechselt von Jahr zu Jahr und wird von den Organisator:innen jeweils selbst bekanntgegeben. Auch kirchliche Stimmen aus der Region haben sich in der Vergangenheit an der Veranstaltung beteiligt, was in einer ländlich geprägten Gegend nicht selbstverständlich ist.
Für eine Stadt dieser Größe ist schon die Existenz eines solchen Termins bemerkenswert: Husum hat keine eigene queere Szene mit Bars oder festen Treffpunkten, sondern lebt in dieser Frage von den Menschen, die einmal im Jahr aus der Westküste zusammenkommen. Für viele Teilnehmende ist es der einzige Tag im Jahr, an dem queeres Leben im eigenen Landkreis öffentlich sichtbar wird, statt nur in der nächsten größeren Stadt.
Über Husum
In Husum, einer charmanten Stadt in Nordfriesland, hat sich die Pride-Bewegung als lebendiges Symbol für Vielfalt und Akzeptanz etabliert. Der Christopher Street Day (CSD) bringt die queere Community und ihre Unterstützer zusammen, um für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung zu demonstrieren. Typisch für kleinere norddeutsche Städte verbindet der Husumer CSD politisches Engagement mit fröhlichem Festcharakter. Er startet oft mit einem Gottesdienst in der Marienkirche, wo lokale Pfarrer die LGBTIQ*-Community als geliebte Kinder Gottes feiern und Vielfalt als göttliches Geschenk betonen. Diese kirchliche Beteiligung unterstreicht eine besondere deutsche Tradition, in der Religion und queere Rechte harmonisch verschmelzen.
Die Geschichte der queerer Community in Husum reicht zurück in eine Zeit, als Nordfriesland noch konservativ geprägt war. Pionierende Aktivist*innen haben hier mutig Netzwerke aufgebaut, private Treffen organisiert und sich für Sichtbarkeit eingesetzt. Heute spiegelt der CSD diese Entwicklung wider: Eine Demo zieht durch die Straßen, beginnend an der Kleikuhle, gefolgt von Bühnenprogrammen mit Musik, Poetry Slam und Debatten. Das Motto 'Bunt und queer in Husum' lädt ein, die Stadt am Meer als offenen Ort zu entdecken. Besucher*innen aus der Region und darüber hinaus feiern gemeinsam, stärken den Zusammenhalt und senden ein klares Signal: In Husum wird Vielfalt gelebt.
Deutsche Besonderheiten prägen den Husumer CSD nachhaltig. Im Vergleich zu den großen Paraden in Metropolen wie Berlin oder Köln ist hier die Atmosphäre familiärer und regional verwurzelter. Die Nähe zur Nordsee verleiht dem Event eine frische Brise, während Infostände Aufklärung bieten und lokale Initiativen präsentieren. Die Pride-Bewegung in Husum fördert nicht nur Rechte, sondern schafft auch Räume für Begegnung und Freude. Sie zeigt, dass queeres Leben in ländlichen Regionen blühen kann, wenn Engagement und Offenheit zusammenkommen. Jeder Besuch ist eine Einladung, Teil dieser bunten Bewegung zu werden.
Häufige Fragen zum CSD Husum
Prides in der Nähe
CSD Schleswig 2026
CSD Flensburg 2026
CSD Wacken 2026
CSD Meldorf 2026 / CSD Westküste 2026
Aus dem Magazin
Rainbow-Washing beim CSD: Sponsoring erkennen und einordnen
Ein Regenbogen-Logo im Juni sagt wenig darüber aus, wofür ein Unternehmen den Rest des Jahres eintritt. Woran sich echtes Engagement von reinem Marketing unterscheiden lässt – und warum sich diese Frage 2025 neu gestellt hat.
Glaube und CSD: Wie queere Gläubige eigene Räume in der Community schaffen
Seit über fünfzig Jahren gründen queere Christ:innen, Muslim:innen und Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften eigene Organisationen und Blöcke beim CSD. Ein Blick auf ihre Geschichte – von der ersten queer-affirmativen Kirche bis zum Stand beim Berliner CSD.
Der Rosa Winkel: Vom NS-Verfolgungssymbol zum Zeichen des Widerstands
Ein Dreieck, das KZ-Häftlinge demütigen sollte, ist heute ein Zeichen der Erinnerung und des Widerstands. Die Geschichte des Rosa Winkels reicht von Paragraph 175 über jahrzehntelanges Schweigen bis zur AIDS-Aktivistengruppe ACT UP.