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Über Arequipa
Die Marcha del Orgullo ist die größte öffentliche Veranstaltung der queeren Community in Arequipa und im Süden Perus. Sie findet einmal im Jahr statt, meist Ende Juni oder am ersten Samstag im Juli. Getragen wird sie vom Colectivo Marcha del Orgullo LGTBIQ Arequipa, einem Bündnis mehrerer Gruppen. Dazu gehören etwa die Red LGTB Arequipa, Movimiento Lesbia, feministische Kollektive und Organisationen von trans Personen.
Los geht es am frühen Nachmittag im Parque Mayta Cápac im Stadtteil Miraflores. Vor dem Start gibt es Musik, Redebeiträge und Infostände. Dann zieht der Zug rund zweieinhalb Kilometer über die Avenidas San Martín, La Paz und Siglo XX zur Plaza España und weiter durch die Straßen des Cercado bis zur Plaza de Armas. Dort endet der Tag oft mit einem Kulturabend, mit Konzerten und kleinen Auftritten.
Zuletzt kamen jedes Mal mehrere tausend Menschen, darunter Studierende, Familien und viele Leute, die selbst nicht queer sind. Den Organisatorinnen ist wichtig, dass die Marcha kein Straßenfest ist. Sie verstehen sie als politische Demonstration für die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare, für Schutz vor Gewalt und für das Recht von trans Personen, im Ausweis mit ihrem Namen zu stehen. Arequipa gilt als konservativ und katholisch, und das war von Anfang an zu merken. Bei der ersten Marcha verbot der damalige Bürgermeister die Festwagen auf dem Hauptplatz. Die Demonstrierenden gingen trotzdem hinein, eben zu Fuß.
Gäste von außerhalb können einfach mitlaufen. Die Stadt liegt auf etwa 2.300 Metern, die Mittagssonne brennt, also Hut, Sonnencreme und Wasser mitnehmen. Datum und genaue Strecke gibt das Kollektiv jedes Jahr über seine Social-Media-Kanäle bekannt, oft erst wenige Wochen vorher.
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