Termin 2027
Der Termin steht noch nicht fest. Voraussichtlich Juni 2027
Sobald der Termin bestätigt ist, findest du ihn hier. Du kennst ihn schon? Dann melde ihn uns.
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Über den CSD BochumStand 2024
Liebe Queers und Allies, liebe Mitstreiter:innen, Freund:innen, Geliebte und Geschwister!
Wir sind immer noch traurig, dass wir unsere CSD-Demo im Juni absagen mussten – viele von euch sicherlich auch. In den letzten Monaten hat sich diese Trauer bei uns jedoch immer mehr in Wut gewandelt. Wir müssen beobachten, dass die politische Situation in Deutschland und Europa sich immer weiter zuspitzt, dass Faschisten Wahlen gewinnen und CSDs vermehrt Angriffen ausgesetzt sind, zuletzt auch in unserer Nachbarstadt Dortmund.
Wir wollen und können nicht hinnehmen, dass es gerade in diesem verdammten 2024 keinen Bochumer CSD gibt, dass wir nicht unter dem Motto „Radikal Queer – Nie Wieder Faschismus“ zusammen auf die Straße gegangen sind.
Darum haben wir uns entschieden, eine Winter Pride auf die Straße zu bringen: Am 15. Dezember wollen wir mit euch in Bochum demonstrieren. Zieht euch euch glitzernde Jacken über die Crop-Tops, packt die Pride-Steppdecke ein und kommt mit uns auf die Straßen! Details zu Uhrzeit und Route gibt es bald.
Es wird kein Stadtfest und keine Party geben, einfach eine Demo. Ja, es ist spontan. Ja, wir werden uns warm anziehen müssen. Ja, es wird kleiner und irmprovisierter als unserer letzter CSD – aber es ist einfach verdammt nötig.
Über Bochum
In Bochum pulsiert die Pride-Bewegung als lebendiger Teil der lokalen LGBTQ+-Community. Der Christopher Street Day (CSD) Bochum zieht jährlich Tausende Teilnehmer durch die Straßen der Stadt und feiert Vielfalt, Akzeptanz und Gleichberechtigung. Die Parade startet traditionell im Herzen der Innenstadt und endet mit einem großen Fest, das Musik, Tanz und politische Statements vereint. Besonders markant ist die Integration in das Ruhrgebiets-Umfeld, wo Arbeitertradition und queere Kultur aufeinandertreffen.
Die Geschichte der LGBTQ+-Community in Bochum ist eng mit der industriellen Vergangenheit verknüpft. In den Zechenvierteln und Arbeitersiedlungen formierten sich erste Gruppen, die Diskriminierung und gesellschaftliche Ausgrenzung thematisierten. Heute steht Bochum für eine offene Haltung, unterstützt durch lokale Initiativen wie Beratungsstellen und queere Kulturvereine. Der CSD hat sich zu einem Symbol der Resilienz entwickelt, das Themen wie Coming-out, Alltagsrassismus und Rechte von Trans-Personen beleuchtet.
Deutsche Besonderheiten prägen die Szene: Die starke politische Dimension des CSD, inspiriert von der bundesweiten Bewegung, verbindet Feier mit Advocacy. In Bochum kooperieren Veranstalter eng mit Gewerkschaften und Kirchen, was eine einzigartige Brücke zwischen Tradition und Moderne schlägt. Neben der Hauptparade gibt es kleinere Events wie queere Filmfestivals und Workshops, die das ganze Jahr über Community aufbauen. Bochum bietet somit einen Raum, in dem queere Identitäten gefeiert und gestärkt werden, inmitten einer dynamischen Metropolregion.
Die Pride-Bewegung hier ist inklusiv und intersektional, mit Fokus auf Bi-, Trans- und People of Color. Besucher erleben eine Atmosphäre der Solidarität, die Bochum als queeres Zentrum im Ruhrgebiet etabliert. Jede Veranstaltung unterstreicht die Botschaft: Sichtbarkeit schafft Veränderung.
Häufige Fragen zum CSD Bochum