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Über den CSD Landshut
Der CSD Landshut bringt jedes Jahr queeres Leben in die niederbayerische Altstadt – einen der besterhaltenen gotischen Stadtkerne Deutschlands, geprägt von der Burg Trausnitz hoch über der Isar und den bunten Bürgerhausfassaden der Altstadtgasse. Getragen wird die Veranstaltung von Queer in Niederbayern e. V., der sich seit Jahren für queere Sichtbarkeit in einer Region einsetzt, die traditionell eher konservativ geprägt ist.
Besonders ist die enge Zusammenarbeit mit den beiden großen Kirchen vor Ort: Das evangelische und das katholische Dekanat Landshut treten regelmäßig als Mitveranstalter auf und tragen einen ökumenischen Open-Air-Gottesdienst zum Programm bei, bevor die Demonstration durch die Innenstadt zieht. Diese Kombination aus kirchlicher Beteiligung und politischer Demonstration ist unter deutschen CSDs eher selten und macht Landshut zu einem Ort, an dem Glaube und queeres Engagement bewusst zusammengedacht werden.
Im Anschluss an den Demonstrationszug versammelt sich die Menge traditionell zu einem Straßenfest mit Redebeiträgen, Verpflegungsständen und Musik, das bis in den Abend hinein dauert. Die Teilnehmerzahl ist über die Jahre gewachsen und bewegt sich mittlerweile im vierstelligen Bereich – für eine niederbayerische Kreisstadt eine bemerkenswerte Größenordnung, die zeigt, dass sich die Community auch abseits der bayerischen Großstädte München und Nürnberg sichtbar organisiert.
Landshut liegt an der Bahnstrecke München–Regensburg und ist mit dem Zug gut erreichbar; die Altstadt selbst lässt sich zu Fuß erschließen.
Über Landshut
In Landshut pulsiert die Pride-Bewegung als lebendiger Ausdruck von Vielfalt und Solidarität. Der Christopher Street Day (CSD) zieht regelmäßig Tausende Teilnehmer durch die malerische Altstadt, wo bunte Fahnen wehen und laute Musik die Straßen erfüllt. Der Zug startet oft am Postplatz, führt über die Theaterstraße zum Ländtorplatz und mündet in Kundgebungen mit Reden, die für Gleichberechtigung eintreten. Besonders bemerkenswert ist die Integration spiritueller Elemente: Ein queerer Gottesdienst unter freiem Himmel, organisiert von evangelischen und katholischen Dekanaten zusammen mit dem Verein Queer in Niederbayern, unterstreicht, dass Glaube und Queerness sich nicht ausschließen. Diese ökumenische Andacht feiert Hoffnung, Menschlichkeit und Nächstenliebe, unabhängig von religiösen Vorkenntnissen.
Die Geschichte der LGBTQ+-Community in Landshut ist geprägt von Mut und Ausdauer. Aus einer kleinen, aber engagierten Gruppe hat sich eine starke Szene entwickelt, die gegen Diskriminierung antritt und für Akzeptanz wirbt. Der Verein Queer in Niederbayern spielt eine zentrale Rolle bei der Organisation des CSD und fördert den Dialog zwischen queeren Menschen und der lokalen Gesellschaft. Trotz gelegentlicher Gegenproteste bleibt der Fokus auf friedlichem Protest und Feier der Vielfalt. Deutsche Besonderheiten wie die enge Verflechtung mit kirchlichen Initiativen heben Landshuts CSD von anderen ab und zeigen, wie Tradition und Moderne harmonieren können.
Die Pride-Veranstaltungen in Landshut bieten nicht nur politische Bühnen, sondern auch Feste mit Musik, Ständen und Performances. Sie stärken die Community und laden Einheimische sowie Besucher ein, sich der Botschaft anzuschließen: Nie wieder still – unsere Rechte bleiben. In einer Stadt, die für ihre bayerische Gemütlichkeit bekannt ist, wird queeres Leben sichtbar und selbstverständlich, was Landshut zu einem Vorbild in Niederbayern macht.
Häufige Fragen zum CSD Landshut
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