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Über Sarajevo
Bosnien und Herzegowina hat als letztes Land des früheren Jugoslawien eine Pride bekommen. Die erste BiH-Povorka ponosa, die Bosnisch-herzegowinische Pride-Parade, zog im September durch Sarajevo, mit rund 2.000 Teilnehmenden. Seitdem findet sie jährlich in der Hauptstadt statt, inzwischen meist im Juni.
Organisiert wird die Parade von einem informellen Komitee aus Freiwilligen. Sie treten ausdrücklich als Einzelpersonen auf und nicht für Organisationen, und sie kommen aus mehreren Städten des Landes, darunter Prijedor, Banja Luka, Tuzla, Jajce und Sarajevo selbst. Jede Ausgabe hat ein eigenes Motto. Die Themen reichen von Widerstand vom Rand der Gesellschaft bis zur Bedeutung der Familie für queere Menschen.
Die Teilnehmerzahlen schwanken. Auf die erste Parade folgten Jahre mit einigen Hundert bis rund tausend Menschen. Einfach ist die Lage nicht. Religiöse Gemeinschaften haben die Parade verurteilt, und politische und religiöse Gruppen riefen zu Gegenkundgebungen auf. Die Parade läuft deshalb unter strengen Sicherheitsvorkehrungen und mit großem Polizeiaufgebot. Unterstützung kam dennoch auch aus der Politik: Der Premier des Kantons Sarajevo schickte zu einer der Paraden eine Botschaft und sprach von einem Protest der Bürgerinnen und Bürger für mehr Rechte.
Rund um die Parade gibt es im Pride-Monat weitere Veranstaltungen, etwa Ausstellungen. Route, Programm und Sicherheitshinweise veröffentlicht das Organisationskomitee jeweils kurz vorher auf povorkaponosa.ba. Wer teilnehmen möchte, sollte diese Hinweise lesen und den An- und Abweg in Gruppen planen.
Häufige Fragen zum CSD Sarajevo
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