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Über Skopje
Skopje hat eine eigene Pride-Parade, die im Vergleich zu vielen anderen Städten Südosteuropas noch jung ist. Die erste Skopje Pride fand an einem Samstag Ende Juni statt, rund tausend Menschen zogen damals durch das Zentrum. Unter den Teilnehmenden waren auch Regierungsmitglieder und ausländische Diplomatinnen und Diplomaten, was im Land als politisches Signal verstanden wurde. Seitdem wird die Parade jährlich organisiert und in Ausgaben gezählt; die Veranstalter sprechen etwa von der vierten oder sechsten Skopje Pride.
Getragen wird die Pride vom Nationalen Netzwerk gegen Homophobie und Transphobie, einem Zusammenschluss von Organisationen der queeren Zivilgesellschaft. Eine wichtige Rolle in der Community spielt seit Langem das LGBTI-Unterstützungszentrum, das vom Helsinki-Komitee für Menschenrechte gegründet wurde und Rechtsberatung, Selbsthilfegruppen und politische Lobbyarbeit anbietet. Auch das Queer-Zentrum Skopje bietet kostenlose psychosoziale und rechtliche Beratung sowie eine landesweite Hotline an.
Die Parade selbst ist eher ein politischer Marsch als eine Straßenparty. Sie beginnt in der Regel mit Reden im Park Frau-Kämpferin im Zentrum und führt dann durch die Innenstadt, zum Beispiel am Bildungsministerium vorbei bis zum Regierungsgebäude oder in den Stadtpark. Auf dem Programm stehen Auftritte mazedonischer Musikerinnen, Musiker und anderer Kunstschaffender. Jedes Jahr gibt es ein eigenes Motto und ein Manifest mit konkreten Forderungen, zuletzt etwa gegen die schleppende Umsetzung der rechtlichen Anerkennung des Geschlechts. Die Polizei sichert den Zug mit großem Aufgebot.
Der Parade gehen oft mehrere Tage mit Veranstaltungen voraus, die als Pride Weekend angekündigt werden: Diskussionen, Kulturabende und Partys. Die Teilnehmerzahlen liegen meist im Bereich von einigen Hundert bis rund tausend Menschen.
Der rechtliche Rahmen bleibt eng. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften werden in Nordmazedonien nicht anerkannt, die Ehe ist gesetzlich als Verbindung von Mann und Frau definiert. Ein Antidiskriminierungsgesetz, das sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität ausdrücklich schützt, ist jedoch in Kraft. Wer die Pride besuchen möchte, orientiert sich am besten an den Ankündigungen der Veranstalter, die Termin, Route und Rahmenprogramm jedes Jahr neu bekannt geben.
Häufige Fragen zum CSD Skopje
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