Termin 2027
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Über Quito
Die Marcha del Orgullo in Quito gehört zu den ältesten Pride-Demonstrationen Ecuadors. Ihr Anfang war bescheiden: Nur ein Jahr nachdem Ecuador die Strafbarkeit homosexueller Handlungen aufgehoben hatte, zogen rund zwanzig Menschen durch die Hauptstadt. Organisiert hatten diesen ersten Marsch die Stiftung Fedaeps und ein nationales Netzwerk von Lesben, Schwulen und trans Personen. Startpunkt war der Parque El Arbolito, die Route führte durch das historische Zentrum.
Später übernahm die Fundación Equidad die Organisation, und die Demonstration wuchs stetig. Aus einigen Hundert Teilnehmenden wurden erst Tausende, dann Zehntausende; bei einer der jüngeren Ausgaben zählte man rund 25.000 Menschen. Mit der Größe änderte sich auch der Weg. Mehrere Jahre lang zog die Marcha durch das Viertel La Mariscal und endete an der Plaza Foch, kehrte dann kurz ins historische Zentrum zurück und fand schließlich ihren Platz im Norden der Stadt rund um den Parque La Carolina.
Inzwischen gibt es in Quito zwei Märsche. Nach internen Differenzen haben sich die organisierenden Gruppen getrennt: Orgullo Quito lädt an einem Samstag im Juni zur einen Demonstration ein, das Kollektiv Orgullofff eine Woche später zur anderen. Orgullo Quito startete zuletzt an der Plataforma Gubernamental Norte und zog über die Avenida Río Amazonas nach Norden bis zum Veranstaltungsgelände im Parque Bicentenario, wo anschließend ein kostenloses Konzertprogramm mit Musikerinnen und Musikern aus Ecuador folgte. Die Veranstalter riefen dazu auf, friedlich zu bleiben, Konfrontationen zu meiden und aufeinander zu achten.
Wer mitlaufen möchte, sollte die aktuellen Ankündigungen beider Gruppen verfolgen, denn Termin, Treffpunkt und Route werden jedes Jahr neu festgelegt. Wegen der Höhenlage von rund 2.800 Metern empfehlen die Organisatoren bequeme Schuhe, Sonnenschutz und Regenkleidung, denn in Quito kann das Wetter binnen einer Stunde umschlagen. Die Marcha ist bis heute beides: ein buntes Straßenfest und eine politische Demonstration für gleiche Rechte, gegen Gewalt und Diskriminierung.
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