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Über Gießen
Einen eigenen, jährlich festen CSD hat Gießen nicht. Die Stadt gehört zum CSD Mittelhessen, der zwischen Gießen, Wetzlar und Marburg wandert und jeweils für einige Jahre in einer der drei Städte bleibt. Veranstalter ist der CSD Lahn e.V., im Hintergrund plant ein Team aus Vereinen, Initiativen, Stammtischen und Stadtverwaltungen mit. Wer den CSD in Gießen erleben will, sollte also vorher nachsehen, in welcher Stadt er gerade stattfindet.
Wenn Gießen an der Reihe ist, sammeln sich die Teilnehmenden zur Mittagszeit auf dem Bahnhofsvorplatz. Nach einer ersten Kundgebung zieht die Demonstration zu Fuß in die Innenstadt, wo ein Straßenfest mit Bühnenprogramm wartet. Eine Anmeldung braucht man nicht. Die Veranstalter erwarten nur, dass alle, die mitlaufen, die Ziele des CSD mittragen. Am Abend folgt eine Party.
Der CSD Mittelhessen versteht sich ausdrücklich als Demonstration. Die Idee dahinter: den Christopher Street Day in eine eher ländliche Region zu tragen und darauf hinzuwirken, dass möglichst jede Stadt irgendwann ihren eigenen CSD hat. Genannte Anliegen sind etwa die Anerkennung von Regenbogenfamilien, ein Verbot von Konversionstherapien, mehr Aufklärung über Vielfalt in Schulen und der Schutz queerer Geflüchteter. Neben dem CSD Mittelhessen gibt es inzwischen eigene CSDs in Marburg und Limburg, mit denen kooperiert wird.
Auch die Stadt selbst hat sich positioniert. Gießen hat sich zum Freiheitsraum für LGBTI*Q-Personen erklärt und ist dem Rainbow Cities Network beigetreten, einem internationalen Netzwerk von Städten mit eigener queerer Politik. Das ganze Jahr über halten vor allem das Hans-Peter-Hauschild-Haus der Aids-Hilfe in der Diezstraße und das Schwulen-Trans*-Queer-Referat im AStA der Justus-Liebig-Universität die Community zusammen.
Häufige Fragen zum CSD Gießen
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