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Frankfurt am Main trägt den größten und traditionsreichsten Christopher Street Day des Landes. Über mehrere Tage verteilt ziehen Zehntausende durch die Innenstadt, begleitet von einem Rahmenprogramm, das mit weit über 40 Veranstaltungen in mehreren Stadtteilen queeres Leben sichtbar macht – von Straßenfesten bis zu Podiumsdiskussionen. Die Stadt hat dafür einen eigenen Aktionsplan für Schutz, Akzeptanz und Vielfalt verabschiedet, und sie soll künftig auch die EuroGames ausrichten, das größte queere Sportevent Europas – ein Signal dafür, wie sehr sich Frankfurt als überregionales Zentrum queerer Sichtbarkeit versteht, weit über die reine Parade hinaus.
Aber Hessen ist mehr als Frankfurt: In Wiesbaden feiern jedes Jahr mehrere Tausend Menschen den CSD, mit Forderungen nach Solidarität und Toleranz. Auch kleinere Städte wie Gießen, Kassel und Witzenhausen haben eigene Paraden aufgebaut, die zwar deutlich kleiner ausfallen als in Frankfurt, aber ein ähnliches Bedürfnis nach Sichtbarkeit tragen – in Kassel etwa unter Mottos, die queere Freude ausdrücklich als politisches Statement verstehen. Das Land verfügt damit über eine Pride-Landschaft, die sich klar auf das Rhein-Main-Gebiet konzentriert, aber zunehmend auch in mittelhessische und nordhessische Regionen ausstrahlt. Gemeinsam ist den Veranstaltungen der doppelte Charakter aus politischer Demonstration und Straßenfest, der seit den Anfängen der Bewegung untrennbar zu jedem CSD in Hessen gehört.