Mai 2026
Juni 2026
September 2026
Der Saarland-CSD ist grenzüberschreitend angelegt und trägt deshalb den Namen CSD SaarLorLux – eine Anspielung auf die enge Verflechtung von Saarland, Lothringen und Luxemburg in dieser Region. Die Veranstaltung in Saarbrücken zieht Teilnehmende aus allen drei Regionen an und ist damit eine der wenigen wirklich grenzüberschreitenden Pride-Veranstaltungen im deutschsprachigen Raum.
Mit mehreren Zehntausend Besucher*innen und mehreren Tausend Teilnehmenden am Demonstrationszug gehört der CSD SaarLorLux zu den größeren Veranstaltungen seiner Art in einem eher kleinen Bundesland. Neben der klassischen Demonstration durch die Innenstadt hat sich eine eigene Rave Stage mit lokalen DJs etabliert. Das zeigt: Der CSD in Saarbrücken hat sich längst vom reinen Protestformat zu einem mehrtägigen Fest weiterentwickelt.
Organisiert wird die Veranstaltung von der LSVD+-Landesgruppe Queere Vielfalt Saar, die auch außerhalb der CSD-Saison als zentrale Anlaufstelle für queerpolitische Themen im Saarland fungiert. Die Landesregierung zeigt inzwischen sichtbare Unterstützung: Ministerien und Behörden beteiligen sich mit eigenen Wagen am Demonstrationszug, ein Novum für ein Bundesland, das lange als eher zurückhaltend in queerpolitischen Fragen galt.
Inhaltlich stehen bei den Reden und Forderungen häufig verfassungsrechtliche Themen im Vordergrund, etwa die Forderung nach einer ausdrücklichen Ergänzung des Grundgesetzes um Merkmale wie sexuelle und geschlechtliche Identität. Für Besucher*innen aus Deutschland, Frankreich und Luxemburg ist der CSD SaarLorLux damit sowohl Fest als auch politisches Statement – kompakt genug, um an einem Wochenende komplett erlebt zu werden.