Mai 2026
Juni 2026
Juli 2026
CSD Chemnitz 2026
CSD Freiberg 2026
CSD Pirna 2026
CSD Leipzig 2026
CSD Frankenberg 2026
August 2026
CSD Plauen 2026
CSD Riesa 2026
CSD Zwickau 2026
September 2026
CSD Döbeln 2026
CSD Görlitz 2026
Leipzig veranstaltet den größten Christopher Street Day in Sachsen. Zehntausende Teilnehmende ziehen durch die Innenstadt, eingebettet in eine ganze CSD-Woche mit Hissung der Regenbogenfahne am Rathaus, Kundgebungen und einem Pride Ball zum Abschluss. Auch Dresden hat mit Demonstration, Talks und Partys eine feste Pride-Saison etabliert.
Neben den beiden Großstädten gibt es in Sachsen aber auch kleinere CSDs, etwa in Bautzen oder Pirna – und die haben es deutlich schwerer. Dort ziehen Demonstrationen regelmäßig Gegenproteste aus dem rechtsextremen Spektrum an, teils mit mehreren hundert Teilnehmenden und unter starkem Polizeischutz. In Bautzen kam es wiederholt zu Bedrohungen und Übergriffen gegen Teilnehmende und Journalisten am Rand der Veranstaltung.
Dieser Kontrast prägt das Bild queerer Sichtbarkeit in Sachsen: In Leipzig und Dresden ist der CSD ein etabliertes Stadtfest mit breiter politischer Unterstützung, im ländlichen Raum bleibt er ein Politikum, das eher an eine Demonstration im ursprünglichen Sinn erinnert. Sicherheitskonzepte und Polizeischutz gehören dort zur Routine, nicht zur Ausnahme.
Für Organisator:innen kleinerer sächsischer CSDs ist die Solidarität aus den Großstädten deshalb wichtig. Leipziger und Dresdner Vereine unterstützen die Veranstaltungen im Umland häufig mit Personal, Material oder schlicht mit ihrer Präsenz – ein Zeichen, dass die queere Szene Sachsens sich als Ganzes versteht, auch wenn die Bedingungen vor Ort sehr unterschiedlich sind.