Highlights des Pride in Görlitz
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Über den CSD Görlitz
Görlitz und das polnische Zgorzelec liegen sich nur durch die Neiße getrennt gegenüber – eine Stadt, zwei Länder. Genau dort findet der CSD Görlitz-Zgorzelec statt, organisiert vom gleichnamigen gemeinnützigen Verein und Mitglied bei CSD Deutschland sowie der europäischen Dachorganisation EPOA.
Los geht es am Bahnhofsvorplatz Görlitz: Von dort zieht die Demonstration durch beide Stadtteile, deutsch und polnisch, ohne dass die genaue Streckenführung im Detail veröffentlicht wird. Im Anschluss folgt die Kundgebung auf dem Obermarkt, mit Redebeiträgen und einem künstlerischen Programm. Den Abschluss bildet eine Party in einem Club der Stadt.
Was den Görlitzer CSD von vielen anderen unterscheidet, ist sein internationales Line-up: Statt nur auf lokale DJs zu setzen, holt der Verein wiederholt ehemalige Eurovision-Teilnehmerinnen auf die Bühne. Das grenzüberschreitende Motto der Veranstaltung – die Verbindung zweier Städte über eine Landesgrenze hinweg – zieht sich damit auch durch das musikalische Programm.
Der Verein ist noch jung, aus einem losen Organisationsbündnis hervorgegangen, das sich über mehrere Jahre hinweg gefestigt hat, bevor daraus ein eingetragener Verein wurde. Vorstand und Mitglieder kommen sowohl aus Görlitz als auch aus Zgorzelec, was den Anspruch der Doppelstadt-Idee auch strukturell einlöst.
Ein Infostand begleitet den Nachmittag, offen für Fragen und Gespräche abseits von Demo und Bühne. Damit richtet sich der CSD Görlitz-Zgorzelec gleichermaßen an Menschen, die zum ersten Mal mit einer Pride-Demonstration in Berührung kommen, wie an alte Hasen aus der Region.
Über Görlitz
Görlitz hat einen eigenen Christopher Street Day, der unter dem Namen CSD Görlitz-Zgorzelec auftritt und im Kalender der sächsischen CSDs geführt wird. Er findet im September statt und ist eine angemeldete Demonstration, also ein politischer Aufzug und kein kommerzielles Straßenfest. Der Name ist Programm: Die Demonstration verläuft durch die Görlitzer Innenstadt, überquert die Neiße und führt durch das polnische Zgorzelec, bevor sie auf der deutschen Seite endet. Damit verbindet der CSD zwei Städte, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs eine einzige waren und sich gemeinsam als Europastadt verstehen.
Getragen wird der CSD von einem Bündnis, in dem sich politische Organisationen, soziale Vereine und weitere Partner zusammengeschlossen haben. Auch die Hochschule Zittau/Görlitz hat sich öffentlich hinter die CSDs in der Region gestellt und ihren Angehörigen dabei den Rücken gestärkt.
Der CSD erinnert wie überall an den Aufstand in der New Yorker Christopher Street und setzt sich für gleiche Rechte, Sichtbarkeit und Schutz vor Diskriminierung ein. In Ostsachsen hat das eine besondere Bedeutung, denn queere Veranstaltungen ziehen hier wiederholt Gegenproteste aus dem rechtsextremen Spektrum an. Die Polizei begleitet den Görlitzer CSD deshalb mit einem größeren Aufgebot.
Wer mitlaufen möchte, sollte sich vorab über den genauen Termin und den Startpunkt informieren, da beides von Jahr zu Jahr festgelegt wird. Für eine größere Pride mit Bühnenprogramm und mehrtägigem Rahmen ist Dresden die nächste Adresse: Der CSD Dresden e.V. organisiert dort einen der großen CSDs in Sachsen und bündelt auf seiner Website auch Termine anderer sächsischer CSDs.
Häufige Fragen zum CSD Görlitz
Demonstrationszug durch die Doppelstadt Görlitz und Zgorzelec, Start am Bahnhofsvorplatz Görlitz. Die genaue Streckenführung ist auf der offiziellen Seite nicht im Detail veröffentlicht.
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