Termin 2027
Der Termin steht noch nicht fest. Voraussichtlich August 2027
Sobald der Termin bestätigt ist, findest du ihn hier. Du kennst ihn schon? Dann melde ihn uns.
CSD Plauen 2026
CSD Plauen Programm
Hotels rund um Plauen
Auf die Karte tippen für Preise und freie Zimmer.
Über den CSD Plauen
Der Christopher Street Day im Vogtland ist eine vergleichsweise junge Veranstaltung: Die fünfte Ausgabe findet in Plauen statt und wird vom Bündnis für Demokratie, Toleranz und Zivilcourage im Vogtland organisiert. Start ist der obere Bahnhof mit einer Auftaktkundgebung, von dort zieht die Demonstration durch die Innenstadt zum Malzhaus, wo Familien- und Straßenfest anschließen.
Das Vogtland gilt als Region mit wenigen Orten, an denen queere Menschen zusammenkommen können, und mit spürbaren Vorbehalten in Teilen der Bevölkerung. Genau deshalb versteht sich der CSD hier weniger als reine Party denn als deutliches Zeichen: Sichtbarkeit an einem Ort, an dem sie nicht selbstverständlich ist, und ein Signal an alle, die sich sonst allein fühlen.
Am Malzhaus erwartet die Gäste ein Nachmittagsprogramm mit Livemusik, Ständen und Angeboten für Familien, mitgestaltet unter anderem von lokalen Jugendinitiativen. Am Abend zieht die Feier weiter zum Schuldenberg, wo eine Aftershow-Terrassenparty mit DJ und Live-Musik den Tag ausklingen lässt.
Getragen wird die gesamte Organisation von einem ehrenamtlichen Bündnis, das sich ganzjährig gegen Diskriminierung und für Zivilcourage in der Region einsetzt und den CSD als einen von mehreren Bausteinen seiner Arbeit versteht. Wer mitmachen möchte, findet über die Kontaktadresse des Bündnisses Anschluss an die Vorbereitungen.
Über Plauen
In Plauen, einer lebendigen Stadt im Vogtland, hat sich die queere Community einen festen Platz in der lokalen Pride-Bewegung erkämpft. Der Christopher Street Day (CSD) verwandelt regelmäßig den Theaterplatz in eine farbenfrohe Oase der Vielfalt, wo Regenbogenfahnen wehen und Menschen aller Geschlechter und Orientierungen zusammenkommen. Diese Veranstaltungen feiern Liebe in all ihren Facetten, ohne Alkohol, dafür mit Musik, Diskussionen und Ständen von Organisationen wie dem Demokratieverein Kolorido, Jusos, SPD und den Grünen. Sie dienen als Plattform, um Stolz zu zeigen und für Akzeptanz einzutreten.
Die Geschichte der LGBTQ+-Community in Plauen ist geprägt von Mut und Ausdauer in einer Region, die oft als konservativ gilt. Pionierende Initiativen haben den Grundstein gelegt, indem sie erste CSD-Events organisierten und die Sichtbarkeit queerer Menschen steigerten. Trotz Herausforderungen durch rechte Gegenproteste und Hasskommentare in sozialen Medien bleibt die Szene standhaft. Die Polizei schützt diese friedlichen Treffen, während Aktivist:innen wie Dragqueen Lara Liqueur für Bewusstsein sorgen und Vorbilder schaffen, die besonders auf dem Land fehlen.
Deutsche Besonderheiten prägen den CSD in Plauen: Die starke Vernetzung mit politischen Gruppen unterstreicht den Kampf gegen Rechtsextremismus und für Demokratie. Im Vergleich zu Metropolen ist der vogtländische Pride familiärer und community-orientierter, mit Fokus auf lokale Themen wie Integration und Anti-Diskriminierung. Teilnehmer:innen aus umliegenden Städten wie Zwickau, Gera oder sogar Halle bereichern das Event und demonstrieren Solidarität. So wird Plauen zu einem Symbol für queere Resilienz in Ostdeutschland, wo Vielfalt trotz Widerständen blüht.
Die Bewegung wächst stetig und inspiriert junge Menschen, ihre Identitäten offen zu leben. Durch Workshops, Auftritte und offene Gespräche entsteht ein Raum der Offenheit, der die gesamte Gesellschaft bereichert. Der CSD Plauen steht für Hoffnung und den unermüdlichen Einsatz für Gleichberechtigung.
Häufige Fragen zum CSD Plauen
Vom oberen Bahnhof durch die Innenstadt zum Malzhaus Plauen
Prides in der Nähe
CSD Hof (Saale) 2026
CSD Zwickau 2026
CSD Neustadt an der Orla 2026
CSD Gera 2026
Aus dem Magazin
Der erste CSD 1979 in Berlin: Vom Protest zur Tradition
Am 30. Juni 1979 zogen in Berlin rund 450 Menschen zum ersten Christopher Street Day. Ein Rückblick auf den Anfang einer Bewegung, die Paragraf-175-Forderung und die Entwicklung vom Protest zur Massendemonstration.
Asexuell und aromantisch: Was das A in LGBTIQA+ wirklich bedeutet
Das A in LGBTIQA+ steht für asexuell, aromantisch und agender – nicht für Ally. Was diese Orientierungen bedeuten, wo sie sich unterscheiden und warum ihre Sichtbarkeit auf dem CSD zählt.
Pride-Hymnen: Wie Songs zu Hymnen des Christopher Street Day wurden
„I Will Survive“, „I'm Coming Out“, „Born This Way“ – diese Songs laufen auf so gut wie jedem CSD-Wagen. Wie sie dazu wurden, erzählt einiges über die Geschichte der queeren Community selbst.