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Über Bournemouth
Bournemouths Pride heißt Bourne Free. Den Anstoß gab eine rechtsextreme Gruppe, die ankündigte, in der Stadt gegen Homosexualität aufzutreten. Menschen aus der lokalen Community setzten dem einen eigenen Tag in den Lower Gardens entgegen: Programm am Musikpavillon, eine Schweigeminute für die Opfer von Hasskriminalität und der erste Pride-Marsch der Stadt. Aus der einmaligen Antwort wurde ein jährliches Festival. Getragen wird es von einer eingetragenen Wohltätigkeitsorganisation, deren Trustees und Freiwillige ohne bezahltes Personal arbeiten.
Gefeiert wird im Juli, inzwischen über drei Tage im Meyrick Park. Der Freitagabend ist Erwachsenen vorbehalten, mit DJ-Sets und Cabaret. Am Samstag zieht die Parade, nach Angaben der Veranstalter die längste in Dorset, vom East Cliff durch die Innenstadt hinauf zum Park, wo anschließend bis in den Abend die Hauptbühne läuft. Der Sonntag ist als Familientag angelegt. Kinderprogramm und Informationszelte prägen ihn. Die Bournemouth University läuft mit einer eigenen Gruppe in der Parade mit.
Mit der Geschichte von Lesbians and Gays Support the Miners ist Bournemouth über einen Parteitag verbunden, nicht über die Gruppe selbst, die in London entstand und dort arbeitete. Auf dem Labour-Parteitag in Bournemouth kurz nach dem großen Bergarbeiterstreik ging ein Antrag für die Rechte von Lesben und Schwulen durch, getragen auch vom Stimmblock der Bergarbeitergewerkschaft NUM. Diese Unterstützung wird auf die Solidarität zurückgeführt, die LGSM während des Streiks aufgebaut hatte.
Rechtlich sind gleichgeschlechtliche Paare in England weitgehend gleichgestellt. Sie können heiraten oder eine eingetragene Partnerschaft schließen und gemeinsam Kinder adoptieren. Der Equality Act schützt vor Diskriminierung wegen der sexuellen Orientierung und wegen Geschlechtsangleichung. Den Geschlechtseintrag ändert man über ein Gender Recognition Certificate; das Verfahren gilt als langwierig.
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