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Über Cloppenburg
Cloppenburg hat einen eigenen Christopher Street Day. Seit gut zehn Jahren organisiert ihn ein ehrenamtlich getragener Verein aus der Stadt, der sich selbst als kleinen, regionalen und politischen CSD versteht. Ziel ist, im Landkreis Cloppenburg und im Oldenburger Münsterland für Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen unterschiedlicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität einzutreten.
Der CSD findet im Sommer statt und ist in erster Linie eine politische Demonstration. Der Zug startet auf dem Bernay-Platz, zieht durch die Innenstadt und kehrt dorthin zurück; danach folgen eine Kundgebung und eine Party. Zuletzt kamen rund 400 Menschen – für eine Stadt mit etwa 36.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine beachtliche Zahl. Auch die Stadt zeigt Haltung: Der Bürgermeister hat die Organisatorinnen und Unterstützer des CSD zu einem Empfang im Rathaus eingeladen und betont, dass queere Menschen noch immer Ausgrenzung erleben, oft leise und subtil.
Der Verein erinnert an die Stonewall-Aufstände als Ausgangspunkt der weltweiten Bewegung und sieht den CSD nicht als Folklore, sondern als politische Notwendigkeit. Vieles sei erreicht, es gelte aber, das Erreichte zu sichern und sichtbar zu bleiben. Gerade im ländlich und katholisch geprägten Umland bedeutet ein sichtbarer CSD für viele junge Menschen, dass sie nicht allein sind.
Die Demo hängt vollständig am Ehrenamt. Fehlen Helferinnen und Helfer, kann der CSD auch einmal ausfallen – so ist es bereits vorgekommen, verbunden mit dem Aufruf an die Community, sich für einen Neustart einzubringen. Wer den Termin sucht oder mitmachen möchte, findet aktuelle Informationen beim Verein und in der Lokalpresse.
Häufige Fragen zum CSD Cloppenburg
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