Juni 2026
Ohio hat eine lebendige, über den ganzen Bundesstaat verteilte Pride-Szene, die von einigen wenigen großen städtischen Festivals bis zu zahlreichen kleineren Feiern in mittelgroßen und ländlichen Gemeinden reicht. Den größten Auftritt hat traditionell Columbus: Die Organisation Stonewall Columbus richtet mit Pride-Marsch und Festival im Goodale Park eine der größten kostenlosen Pride-Veranstaltungen im Mittleren Westen der USA aus, ergänzt durch ein umfangreiches Ressourcenangebot für die LGBTQ+-Community Zentral-Ohios. In Cleveland organisiert das LGBT Community Center of Greater Cleveland die Veranstaltung „Pride in the CLE“ mit Marsch und Festival in der Innenstadt; die Einnahmen fließen zurück in die kostenlosen Programme des Centers für Jugendliche, ältere Menschen sowie trans und genderexpansive Personen. Cincinnati Pride wiederum lockt mit Parade und Festival am Ufer des Ohio River, bei Sawyer Point und Yeatman's Cove, ein sehr großes Publikum an und arbeitet eng mit lokalen Gruppen wie der Cincinnati Trans Resource Collective und Equality Ohio zusammen.
Über diese drei großen Städte hinaus gibt es Pride-Feiern in vielen weiteren Orten, von Dayton und Akron über Cleveland Heights bis zu kleineren Gemeinden im ländlichen Ohio, dokumentiert unter anderem vom unabhängigen LGBTQ+-Medium „The Buckeye Flame“. Landesweit setzen sich zudem Organisationen wie Equality Ohio für rechtliche Gleichstellung ein, während TransOhio als landesweite, trans-geführte Organisation Bildungs-, Beratungs- und Vernetzungsarbeit für trans, nichtbinäre und intergeschlechtliche Menschen leistet. Diese Kombination aus großen städtischen Festivals und einem dichten Netz kleinerer, oft ehrenamtlich getragener Veranstaltungen macht die Pride-Landschaft Ohios ungewöhnlich breit für einen Bundesstaat im Mittleren Westen.