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Volksfeste: Schwule & Lesben erorbern die Festplätze

Erobern ist vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt, jedoch gibt es deutschlandweit schon ein paar Events für die Zielgruppe im Rahmen von Volksfesten. Die deutschen lieben ihre Volksfeste, das ist bekannt: Frühlingsfest, Schützenfest, Oktoberfest. Für viele Städte ist es das, was für Köln der Karneval ist.

Oktoberfest (München)

Als größtes Volksfest der Welt ist das Oktoberfest in Bayerns Hauptstadt München wohl in aller Munde. Selbstverständlich gibt es auch hier die ein oder andere Veranstaltung für die schwul-lesbische Zielgruppe. Wer noch nie in München oder auf dem Oktoberfest war, muss das mal erlebt haben. Besucher aus anderen Städten sind immer wieder überrascht: Party mitten am Tag. Kurz nach 23 Uhr ist Schluss – dann machen die Zelte zu und es geht zu den Aftershow-Partys in den lokalen Clubs, vorausgesetzt man ist dazu noch fähig.

Highlight ist hier der „Gay Sunday“ mit mehreren tausend Gästen, größtenteils männlich. Wer teilnehmen möchte, sollte nicht verschlafen: Wenn das Zelt Bräurosl gegen 9 Uhr eröffnet, ist die Schlage schon gigantisch. Für besondere Plätze müssen die Karten rechtzeitig vorher im Vorverkauf erworben werden.

Canstatter Volksfest (Stuttgart)

Immer am letzten Donnerstag des Cannstatter Volksfestes zieht die Szene aus, um eine gemeinsame Party zu feiern. Seit mehr als 15 Jahren findet der Event „gaydelight“ im Wasenwirt-Festzelt statt. Um die 3.500 Plätze bietet das Festzelt.

Das im Herbst (Ende September / Anfang Oktober) auf den Canstatter Wasen stattfindende Volksfest lockt jedes Jahr um die drei Millionen Besucher auf den Stuttgarter Festplatz. Ähnlich wie in München stehen auch hier Trachten und Dirndl auf dem Bekleidungskalender.

Schützenfest (Hannover)

Das größte Schützenfest der Welt findet in Hannover statt. Oft nicht geglaubt, aber wahr. Dabei ist es natürlich so, dass Schützenfest nicht gleich Volksfest heißt, das größte Volksfest ist woanders (nämlich das Oktoberfest München).

Dennoch hat Hannover hier etwas, was sonst keine andere Stadt bietet: Ein Gayzelt. Das heißt nicht nur ein Tag als Sonderveranstaltung im „Hetero“-Zelt, sondern über die gesamte Laufzeit von zehn Tagen sind Party und Show angesagt. Besonderes an den beiden Wochenenden (meist gegen Ende Juni / Anfang Juli) ist das Zelt auch bei anderen Besuchern hochfrequentiert. Die Stimmung ist klasse, das Bier schmeckt. Im Laufe des Abend gibt es zwei bis drei Show-Teile aus Travestie und Gesang mit täglich wechselnden Künstlern.

Gaywiesn-Veranstaltungen

Die Idee mit der Queer-Veranstaltung zum Oktoberfest haben zahlreiche andere Städte, darunter Berlin, Hamburg & Hannover, adaptiert und ein eigenes schwul-lesbisches Oktoberfest geschaffen. Vom Konzept her ähnlich zu München, doch mit gewissen Unterschieden. An einem Tag (meist einem Sonntag oder vor einem Feiertag) beginnt es gegen späten Nachmittag in einer bayerischen Location. Mit Fassanstich, Essen und jeder Menge Bier wird bis in die Nacht geschunkelt und gelacht. Selbstverständlich standesgemäß in Lederhosen und Dirndl.

Quellen: Wikipedia / Websites der Veranstalter